JÜRGEN

BLUHM

#beneuroday: Hallo und herzlich willkommen als Speaker auf dem Berlin Neuromarketing Day 2017. Genau wie letztes Jahr wollen wir auch diesmal jedem Präsentierenden die Möglichkeit geben, sich unseren Besuchern kurz vorzustellen... darum: Wer bist du und was machst du so im „normalen“ Leben?

 

Antwort: Ich bin von Haus aus Marktforscher, habe in Nürnberg Marketing und Statistik studiert und bin dann bei der GfK gelandet. Dort habe ich dann Eye Tracking kennengelernt und seitdem hat mich das Thema nicht mehr losgelassen. Ich war dann insbesondere im Bereich Werbetests, Verpackungsforschung und Shopper Research tätig und hier wurde im Laufe der Zeit klar, dass die Aufmerksamkeit zwar eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung ist. Zwar gilt zunächst, wo das Auge nicht hängenbleibt, bleibt der Fuß nicht stehen, aber was passiert, wenn die Aufmerksamkeitshürde genommen wurde? Hier hilft Eye Tracking nur bedingt weiter und zusätzliche biometrische Messungen sind erforderlich, um beide Dimensionen – Attention und Emotion – abbilden zu können.

 

#beneuroday: Das schwierige, aber auch spannende an Neuromarketing ist, dass jeder durch seinen Hintergrund und seine Vorerfahrungen eine etwas andere Sichtweise mitbringt. Wie bist du zum Neuromarketing gekommen?

 

Antwort: Das Thema ist ja nicht neu, mit Eye Tracking hat man schon vor über 100 Jahren versucht, Prozesse im Gehirn besser zu verstehen. Es gab immer wieder Phasen, in denen neue Erkenntnisse aus der Gehirnforschung das Thema besonders in den Focus gerückt haben. Aktuell hat sicherlich Nobelpreisträger Daniel Kahneman mit seinem Buch „Thinking, Fast and Slow“ zu einem erneuten Boom des Themas beigetragen. Wenn man bedenkt, dass von den rund 11 Millionen Sinneseindrücken, die der Mensch pro Sekunde aufnimmt, nur rund 20-40 Bits pro Sekunde bewusst verarbeitet werden, dann wird klar, wie wichtig es ist, die automatischen Abläufe des Gehirns zu verstehen.

 

#beneuroday: Du wirst auf dem Berlin Neuromarketing Day 2017 einen Vortrag zum Thema „Aus den Augen, aus dem Sinn – was der Blick verrät“ halten. Was können die Besucher erwarten? Gib uns einen kleinen Vorgeschmack!

 

Antwort: Wie schon erwähnt hat mich das Thema Eye Tracking seit über 25 Jahren fasziniert und ich möchte die Besucher an dieser Faszination teilhaben lassen.

 

#beneuroday: Bitte ergänze die folgenden Teilsätze:

 

Neuromarketing ist für mich… eines der interessantesten Themen aktuell.

 

Mit Neuromarketing sollte man sich beschäftigen, weil… die meisten Entscheidungen unbewusst ablaufen und deshalb ein besseres Wissen über die Gehirnforschung entscheidend ist.

 

Von Neuromarketing profitiert am meisten… die Wissenschaft, da das Thema dadurch eine breitere Bedeutung gewinnt.

 

Ich freue mich auf den Berlin Neuromarketing Day, weil... ich immer an neuen Erkenntnissen in diesem Bereich interessiert bin.

 

#beneuroday: Letzte Frage: Diesmal wird es auf dem Berlin Neuromarketing Day erstmalig drei Paralleltracks geben. Für Besucher bedeutet das: Sie haben die Qual der Wahl. Um es ihnen ein bisschen leichter zu machen: Was ist der eine Grund, warum man deinen Vortrag auf keinen Fall verpassen sollte?

 

Antwort: Weil es interessante Tipps und Tricks zum Eye Tracking zu sehen gibt (sic!).

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Benny B. Briesemeister

Marwitzer Straße 54a

13589 Berlin