KAI

FEHSE

#beneuroday: Hallo Kai und herzlich willkommen als Speaker auf dem Berlin Neuromarketing Day 2017. Genau wie letztes Jahr wollen wir auch diesmal jedem Präsentierenden die Möglichkeit geben, sich unseren Besuchern kurz vorzustellen... darum: wer bist du und was machst du so im „normalen“ Leben?

 

Antwort: Das Tolle an meinem Leben ist, dass es so ganz und gar nicht „normal” ist. Ich sitze an einem Tag in meinem düsteren Keller-Lab an der LMU. Am anderen Tag gucke ich aus einem Büro auf blühende Apfelbäume und überlege, wie man einer feinen Naturkosmetik-Marke neue Anhänger verschaffen kann. Die Kombination aus echter Hard Science, inklusive Scanner-Session am Wochenende und der Arbeit für wirklich wertvolle Marken – das ist jetzt schon seit fast 10 Jahren mein persönliches Job-Paradies. Zumal es viel mehr Zeit für meine bezaubernden Kids lässt, als mein erstes Leben im Hamsterrad der Werbebranche.

 

#beneuroday: Das schwierige, aber auch spannende an Neuromarketing ist, dass jeder durch seinen Hintergrund und seine Vorerfahrungen eine etwas andere Sichtweise mitbringt. Wie bist du zum Neuromarketing gekommen?

 

Antwort: Als ich meine Agentur verkauft hatte und auf zu neuen Ufern war, bin ich durch Zufall einem faszinierenden Menschen über den Weg gelaufen, dem Hirnforscher Ernst Pöppel. Zu der Zeit poppten die ersten Hirnbilder auf, zu Fragen aus dem Bereich Marke & Kommunikation. Ich war völlig geflashed, weil ich als Kreativer die Ergebnisse der Befragungsforscher immer eher skeptisch gesehen habe. Hier waren endlich Daten, die ich inhaltlich nachvollziehen konnte. Um ein tieferes Verständnis dafür zu gewinnen, bin ich für ein Semester an die Columbia nach New York. Als ich zurückkam habe ich mich wieder an der LMU eingeschrieben: Promovieren über Neuro und Kommunikation.

 

#beneuroday: Du wirst auf dem Berlin Neuromarketing Day 2017 einen Vortrag zum Thema „Freude machen mit Angst und Trauer“ halten. Was können die Besucher erwarten? Gib uns einen kleinen Vorgeschmack!

 

Antwort: Ich werde, ganz normal, ein paar nicht gestellte Fragen beantworten und gesicherte Erkenntnisse irritieren. Es geht um das gute alte Thema „Emotionen in der Werbung”, durch eine bunte Neuro-Brille betrachtet.

 

#beneuroday: Bitte ergänze die folgenden Teilsätze:

 

Neuromarketing ist für mich… als Begriff reiner Unfug, als Forschungsfeld hochspannend.

 

Mit Neuromarketing sollte man sich beschäftigen, weil… man seine Agentur verkauft hat und gelangweilt ist.

 

Von Neuromarketing profitiert am meisten… die Berater-Branche.

 

Ich freue mich auf den Berlin Neuromarketing Day, weil... ich Euren frischen, nicht kommerziellen Zugang zum Thema mag.

 

#beneuroday: Letzte Frage: Diesmal wird es auf dem Berlin Neuromarketing Day erstmalig drei Paralleltracks geben. Für Besucher bedeutet das: Sie haben die Qual der Wahl. Um es ihnen ein bisschen leichter zu machen: Was ist der eine Grund, warum man deinen Vortrag auf keinen Fall verpassen sollte?

 

Antwort: Freude?

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Benny B. Briesemeister

Marwitzer Straße 54a

13589 Berlin